Gesundheit

Krankenhaus Ingelheim: Sanierung in Eigenverwaltung

Mit dem Ziel ein stationäres medizinisches Versorgungsangebot am Standort Ingelheim zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern, hat die sanierungsrechtlich spezialisierte Kanzlei semper fidelis beim Amtsgericht Bingen einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt.

Die beiden Gesellschafter, die Universitätsmedizin Mainz und die Stadt Ingelheim, sind der gemeinsamen festen Überzeugung, dass dieser Schritt den geeigneten Rahmen bildet, um bei weiterhin laufendem Krankenhausbetrieb das KIUM mit einem neuen medizinischen Konzept zukunftssicher aufzustellen.
 
Die Sanierung ist der beste Weg, um möglichst schnell eine Neuaufstellung des medizinischen Angebots zu erreichen. Mit den intensiven Analysen und Überlegungen der letzten Monate sowie den vorhandenen Gutachten existiert eine Fülle von Daten. Auf dieser Basis will das Sanierungsteam um Rechtsanwalt Timm Hartwich von der Frankfurter Kanzlei semper fidelis zeitnah ein Sanierungskonzept erarbeiten.
 
„Ich freue mich, dass beide Gesellschafter sich auf eine Sanierung in Eigenverwaltung verständigt haben. Damit haben sie sich für den schnellsten und zeitgemäßen Rahmen für eine strukturierte Sanierung entschieden“, erklärt Sanierungsgeschäftsführer Timm Hartwich.
 
Nach der Unsicherheit der vergangenen Monate können die Betroffenen damit wieder eine klare Perspektive für den Fortbestand des Hauses bekommen. Die Sanierung bietet einen guten Weg, den Mitarbeitern des Krankenhauses und den Bürgern des Einzugsbereiches zeitnah Klarheit zu verschaffen.
 
Die neu eingesetzte Geschäftsführung hat die Mitarbeiter in einer Mitarbeiterversammlung über die Antragstellung und die weiteren Schritte informiert.
 
„Wir sehen diesen Weg als Chance für eine erfolgreiche Sanierung und nachhaltige Neuaufstellung des Medizinstandortes Ingelheim“, so der Ingelheimer Oberbürgermeister Ralf Claus. Das erklärte Ziel sei es eine Krankenhausstruktur zu erreichen, die einem Haus der notfallorientierten Grundversorgung möglichst nahekommt. So sollte der Notarztstandort inkl. Notfallambulanz erhalten bleiben, ebenso wie eine medizinische Versorgung am Tag unter Erhalt eines verkleinerten Krankenhausbetriebs. Zusammen mit der Ärztlichen Bereitschaftspraxis Ingelheim am Krankenhaus Ingelheim wäre so ein attraktives medizinisches Angebot vor Ort weiterhin gegeben.
 
„Um eine tragfähige Lösung zu finden, stehen wir auch in engem Austausch mit dem Land und den zuständigen Ministerien“, so der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. Es ist nach wie vor das Ziel beider Gesellschafter, für die Bevölkerung in Ingelheim die bestmögliche Gesundheitsversorgung wohnortnah sicherzustellen und den Beschäftigten eine Zukunftsperspektive zu bieten.

 

 

 

Virtuelle Realität (VR) und Augmentierte Realität (AR) sind Technologien, die aufgrund ihrer Verfügbarkeit im Massenmarkt in den Blickpunkt zahlreicher Innovationen gelangt sind.

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