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SOLWODI fordert Schutz für Frauen und Kinder aus der Ukraine

Mit Entsetzen blickt der Westen auf den russischen Einmarsch in die Ukraine. Viele Menschen versuchen, aus dem Land zu fliehen, auch wenn dies zunehmend schwieriger wird, da es kaum noch Benzin gibt und Busse und Bahnen ihren Verkehr größtenteils eingestellt haben. „Von Kiew nach Moldawien sind es fast 500 km, bis zur polnischen Grenze knapp 800 km, das ist für die meisten Menschen kaum zu schaffen“, sagt Dr. Maria Decker, Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation SOLWODI. Für die Menschen, denen die Flucht gelingt, ist jetzt ein Europa der offenen Türen lebensnotwendig. Der Westen muss sich mit der Ukraine solidarisch zeigen.

Auf der Flucht gehören alleinreisende Mütter mit ihren Kindern zu den vulnerabelsten Gruppen. Sie müssen jetzt besonders in den Blick genommen werden. SOLWODI fordert die Bundesregierung auf, die Nachbarländer der Ukraine – Polen, Rumänien, die Slowakei, Ungarn und Moldawien – finanziell und logistisch bei der Bewältigung des zu erwartenden Flüchtlingsstroms zu unterstützen. Insbesondere Frauen und Kinder müssen eine sichere Unterkunft und ausreichende Versorgung erhalten.

Aber auch Deutschland muss sich seiner humanitären Verpflichtung bewusst sein und den Menschen aus der Ukraine Schutz und Sicherheit bieten. Die derzeit geltende visumsfreie Einreise darf nicht eingeschränkt werden. Abschiebungen in die Ukraine müssen ausgesetzt und großzügige Regelungen für die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis gefunden werden. Nicht selten sind Frauen und vor allem die Kinder aufgrund der Erlebnisse traumatisiert und benötigen zusätzliche Unterstützung. Alleinreisende Mütter, die aus prekären Verhältnissen stammen und nur geringe Sprachkenntnisse haben, fällt es oft schwer, sich im deutschen Behördendschungel zu orientieren und Zugang zu Hilfsangeboten und Sozialleistungen zu finden. Hier ist der Einsatz und die Betreuung durch entsprechend spezialisierte Fachberatungsstellen gefragt.

20 bis 30 Frauen aus der Ukraine kommen jedes Jahr zu SOLWODI.  Häufig haben sie Gewalt in der Partnerschaft erlebt oder sind vor Morddrohungen der Familie geflohen. Einige der Frauen gehören Minderheiten an, viele haben nur eine geringe Schulbildung und selten die Möglichkeit gehabt, einen Beruf zu erlernen. SOLWODI bemüht sich momentan auch, ehemalige Klientinnen, die wieder in der Ukraine leben, zu kontaktieren. Viele hätten keine Möglichkeit zu fliehen und die Nacht in U-Bahn-Schächten verbracht, berichtet Dr. Decker. Eine Frau habe gerade erst eine Konditorei eröffnet und versucht, auf eigenen Füßen zu stehen. Jetzt weiß sie nicht, wie es weitergehen soll. Über die Partnerorganisation vor Ort versucht SOLWODI zu helfen.

SOLWODI betreut in Deutschland jährlich rund 2.000 Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund und weiß um die Bedürfnisse der Betroffenen. „In den kommenden Wochen und Monaten werden deutlich mehr Frauen aus der Ukraine Unterstützung bei uns suchen,“ erwartet Dr. Decker. „Wir brauchen dringend mehr Schutzhausplätze für Mütter mit Kindern.“

SOLWODI ist auch auf private Spenden angewiesen, um Frauen und ihren Kindern wirksam helfen zu können. Spenden können Sie unter der IBAN

DE84 5905 0000 0020 0099 99.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Maria Decker
SOLWODI Deutschland e.V.
Propsteistr. 2
56154 Boppard - Hirzenach
Tel.: 01765 8859343

presse@solwodi.de

Quelle: SOLWODI Deutschland e.V. 

„In den kommenden Wochen und Monaten werden deutlich mehr Frauen aus der Ukraine Unterstützung bei uns suchen,“ erwartet Dr. Maria Decker. „Wir brauchen dringend mehr Schutzhausplätze für Mütter mit Kindern.“ Foto: SOLWODI Deutschland e.V. / BIG
„In den kommenden Wochen und Monaten werden deutlich mehr Frauen aus der Ukraine Unterstützung bei uns suchen,“ erwartet Dr. Maria Decker. „Wir brauchen dringend mehr Schutzhausplätze für Mütter mit Kindern.“ Foto: SOLWODI Deutschland e.V. / BIG

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