TeleportLeaderboard

Großes Interesse am Kreisempfang 2022 – Landrat Seefeldt hebt Bedeutung der Solidarität heraus – „Wir sind auf dem richtigen Weg“

Beim Kreisempfang am 8. Juni feierten 2022 wieder zahlreiche Gäste den „Geburtstag“ des Landkreises Südliche Weinstraße. Landrat Dietmar Seefeldt hieß sie, gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Georg Kern, den Kreisbeigeordneten Ulrich Teichmann und Kurt Wagenführer sowie den Weinprinzessinnen der Südlichen Weinstraße, Maya Bader und Sophie Grünagel, vor dem Kreishaus Südliche Weinstraße willkommen.

Unter den Gästen waren aktive und ehemalige Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikerinnen und -politiker, Repräsentanten der Kirchen, Wirtschaft, Behörden, Banken, der Polizei, Bundeswehr, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Rettungsdienste, Krankenhäuser und sozialen Dienste. Auch Weinhoheiten, Vertreterinnen und Vertreter der Medien, der Weinwirtschaft, Gastronomie und Hotellerie, der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes, der Kultur und des Sports, von Schulen und Kindertagesstätten sowie viele, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren, waren dabei. Ebenso wie Bürgerinnen und Bürger der Südlichen Weinstraße, die ebenfalls eingeladen waren. 

Landrat Dietmar Seefeldt betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Solidarität, gegenseitigem Verständnis und einem wertschätzenden Umgang miteinander – sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Er arbeitete heraus, dass in den herausfordernden Zeiten seit dem letzten persönlichen Kreisempfang 2019 erfreulicherweise an sehr vielen Stellen Solidarität spürbar gewesen sei. Vor dem Hintergrund des Angriffskriegs Putins auf die Ukraine äußere sich diese in SÜW durch Hilfstransporte an die polnisch-ukrainische Grenze, durch Sach- und Geldspenden, durch das Bereitstellen von Wohnraum oder mittels Zeichen, die symbolisch für die Solidarität zur Ukraine stehen. So wehte während des Empfangs vorm Kreishaus unter anderem die Nationalflagge der Ukraine. 

Seefeldt verwies auch auf das deutsch-polnisch-französische Orchesterprojekt, an dem Mitglieder der Kreismusikschule teilgenommen haben und das er nach Oświęcim (Auschwitz) begleitet hatte: „Im Projekt der drei Nationen wurden die von mir eingangs erwähnten Werte, insbesondere Solidarität, wahrhaftig gelebt. Und dieses ‚Weimarer Dreieck der Jugend‘ geht in die Verlängerung. Ich lade Sie alle schon heute zu den Konzerten im Rahmen des Gegenbesuchs im September auf dem Hambacher Schloss (14.09.), im Kulturzentrum ‚la NEF‘ in Weißenburg und voraussichtlich im Hohenstaufensaal in Annweiler ein.“ 

Als weiteres herausragendes Beispiel für die Solidarität der Menschen im Landkreis nannte der Landrat die große Unterstützung für das von der Flutkatastrophe besonders betroffene Ahrtal. Die Spendenaktion „Weinregion für Weinregion – Südpfalz hilft dem Ahrtal“ sei sehr erfolgreich gewesen, und, so Seefeldt weiter: „In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, welche Leistungen unsere Hilfs- und Rettungsorganisationen im Ahrtal vollbracht haben. Auch dafür möchte ich mich heute in Anwesenheit vieler Gäste noch einmal ganz herzlich im Namen der gesamten Bürgerschaft des Landkreises bedanken.“ 

Der Landrat schlug in seiner Rede damit den Bogen zur aktuellen Kreispolitik: „Wir müssen aus der Flutkatastrophe im Ahrtal unsere entsprechenden Konsequenzen ziehen.“ In den vergangenen Monaten sei ein detaillierter Bedarfsplan für den Katastrophenschutz für die nächsten zehn Jahre erarbeitet worden. „Wir werden diesen Plan in den nächsten Monaten den Kreisgremien vorstellen und beraten. Er wird dann die Grundlage für die Haushaltsberatungen in den nächsten Jahren sein, wenn es darum geht die entsprechenden Mittel für den Katastrophenschutz zur Verfügung zu stellen.“ Der Landrat ging auch auf das kreiseigene Sirenenförderprogramm ein, auf die Bemühungen um Klimaschutz, Naturschutz und die Energiewende in SÜW, auf die Pläne für Pendlerradrouten sowie das Ziel der Reaktivierung von Bahnstrecken.

Abschließend sprach er über zwei besondere Herausforderungen der Zukunft: erstens den Fachkräftemangel für Handwerk, Industrie und die den Landkreis in besonderer Weise prägende Branche der Gastronomie und Hotellerie, zweitens die demografische Entwicklung. Zu beiden Themen ist der Landkreis aktiv, wie Seefeldt berichtete. So habe er kürzlich der Bildungsministerin ein Modellprojekt vorgeschlagen, das die Hotelfachschule der BBS in Edenkoben stärken solle, damit junge Auszubildende nicht mehr den weiten Weg nach Ludwigshafen in die Berufsschule auf sich nehmen müssen. Beim Thema der älter werdenden Gesellschaft setze der Landkreis bereits starke Akzente: „Nach wie vor ist die Kreisverwaltung SÜW die erste Kommunalverwaltung im Land Rheinland-Pfalz mit einem eigenständigen Demografiereferat“, betonte der Landrat. „Mit den Gemeindeschwestern plus, den Digitalbotschaftern, dem Modellprojekt ‚Seniorenbeauftragte in den Ortsgemeinden in Verbindung mit dem Seniorenbeirat in der Verbandsgemeinde Landau-Land‘, dem finanziell geförderten Präventionsprojekt ‚Gut Leben im Alter‘, das jetzt so richtig Fahrt aufnimmt und als erstes Angebot das telefonische Gesprächsangebot ‚Silberruf‘ hervorgebracht hat, oder den zahlreichen Wohnprojekten in einigen Ortsgemeinden unseres Landkreises im Rahmen des Landesprojektes Wohnpunkt RLP, wonach Wohnen im vertrauten Umfeld, auch wenn Unterstützung gebraucht wird, möglich bleiben soll, sind wir auch beim Themenfeld Demografie auf dem richtigen Weg.“ 

Die „KMS-Allstars“, bekannte Gesichter aus dem Kollegium der Kreismusikschule, sorgten musikalisch für beste Stimmung. Der Auftritt war übrigens ihr Debüt in dieser Zusammenstellung. Ausgeschenkt wurden Bio-Weine aus SÜW, vom Weingut Bernhart aus Schweigen-Rechtenbach, Weingut Dengler-Seyler aus Maikammer sowie dem Bioland Weingut Neuspergerhof aus Rohrbach, sowie Bier vom „Göcklinger Hausbräu“ und „Pfalzlimo“ aus Billigheim-Ingenheim. Darüber hinaus gab es Kaffeespezialitäten vom „Schneewittchen – das kleine Café“ aus Pleisweiler-Oberhofen, Erdbeeren von Steegmüller Erdbeergärten aus Offenbach und Fritten-Kombinationen der Gaumenfreunde Event GmbH aus Edenkoben. Die Veranstaltungsgesellschaft LD-SÜW unterstützte den Kreisempfang. 

Erstmals gab es einen Programmpunkt mit Ehrungen beim Kreisempfang: Helmut Geißer aus Schweigen-Rechtenbach erhielt das Wappenschild des Landkreises Südliche Weinstraße, Marcus Ehrgott aus Herxheim die Goldene Kreiswappennadel des Landkreises Südliche Weinstraße. Beide sind zum Jahresende 2021 aus dem Kreistag Südliche Weinstraße ausgeschieden. 

Quelle: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße

Georg Kern, Maya Bader, Dietmar Seefeldt, Sophie Grünagel, Kurt
Wagenführer und Ulrich Teichmann (von links nach rechts) beim Kreisempfang.
Foto: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße
Georg Kern, Maya Bader, Dietmar Seefeldt, Sophie Grünagel, Kurt Wagenführer und Ulrich Teichmann (von links nach rechts) beim Kreisempfang. Foto: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße