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„Demokratie leben!“ startet in Ingelheim: Kooperation zwischen Stadt und WBZ

Die Stadt Ingelheim hat sich erfolgreich um die Teilnahme am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ beworben, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ins Leben gerufen wurde. Das Programm bietet Kommunen die Möglichkeit, sogenannte „Partnerschaften für Demokratie“ einzugehen und damit vor Ort zu Demokratieförderung und Extremismusprävention beizutragen.

Als Partner steht das Weiterbildungszentrum Ingelheim (WBZ) mit der Fridtjof-Nansen-Akademie (FNA) bereit, wo die Koordinierungs- und Fachstelle eingerichtet wird.

Die Stadt und das WBZ benennen drei Themenschwerpunkte, die im Rahmen des Programms vertieft werden sollen: Demokratieförderung und -bildung, Stärkung von Erinnerungskultur sowie Extremismusprävention mit dem Fokus auf Rechtsextremismus. Für die Umsetzung auf Arbeitsebene wurden mehrere Handlungsansätze festgelegt. Ein Hauptaugenmerk soll auf die Unterstützung und Vernetzung bestehender Strukturen gelegt werden, gerade auch im Hinblick auf zivilgesellschaftliche Akteure. Parallel sind eigene Projekte ebenso geplant wie die Förderung von Projekten Dritter, die mit Geldern aus dem Förderprogramm und mit fachlicher Beratung seitens der Koordinierungs- und Fachstelle unterstützt werden können. Schließlich soll eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit die Außenwirkung der Projekte und Themen der „Partnerschaft für Demokratie“ mithilfe verschiedener Medienauftritte verstärken.

„Ich freue mich sehr, dass wir als Stadt an diesem Projekt teilnehmen können. Es bietet uns die Chance, auf bereits bestehende Arbeit und Strukturen aufzubauen, wie wir sie in Ingelheim zum Glück vorfinden. Dabei denke ich sowohl an das WBZ und die FNA, als auch an die Akteure der Zivilgesellschaft“, so Oberbürgermeister Ralf Claus. Dr. Florian Pfeil, Geschäftsführer des WBZ und Leiter der Fridtjof-Nansen-Akademie, pflichtet bei: „Wir können von Glück sagen, dass wir bereits zahlreiche engagierte Vereine und Personen vor Ort haben, die unermüdlich gegen Extremismus und für ein demokratisches Miteinander die Stimme erheben. Die ‚Partnerschaften für Demokratie‘ bieten uns nun die Gelegenheit, die einzelnen Akteure noch besser zu vernetzen und gemeinsam wichtige Projekte zur Demokratieförderung auf die Beine zu stellen.“

Der Stadt war die Bewerbung für das Förderprogramm gerade im Hinblick auf die Demonstrationen der Partei „Die Rechte“, mit denen sich Ingelheim in den vergangenen Jahren konfrontiert sah, sehr wichtig. „Mit der Teilnahme an ‚Demokratie leben!‘ erhoffen wir uns, speziell dem Rechtsextremismus noch effektiver entgegentreten zu können und auch weiterhin entschieden für Toleranz, Vielfalt und Demokratie zu werben“, bekräftigt OB Claus.

Das Förderprogramm hat in Ingelheim offiziell am 1. Juli 2021 begonnen. Der Förderzeitraum ist insgesamt bis Ende des Jahres 2024 angesetzt.

 „Demokratie leben!“ ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Quelle: Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein