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Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs: Arbeitslosenquote sinkt auf 7,0 Prozent

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen hat seinen Erholungskurs fortgesetzt, obwohl es zu dem im Juli üblichen leichten Anstieg im Bereich der Jugendlichen unter 25 Jahren gekommen ist. Mit 16.454 Personen waren 322 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 1.359 weniger als vor einem Jahr. Nachdem in den vergangenen Monaten der Zuständigkeitsbereich des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen stets einen Anstieg zu verzeichnen hatte, kam es im Juli erstmals wieder zu einem Rückgang in beiden Rechtskreisen.

Beim Jobcenter waren mit 10.094 Arbeitslosen 199 weniger registriert als im Juni und 172 weniger als im Vorjahr. Bei der Agentur für Arbeit waren 6.360 Personen arbeitslos gemeldet, 123 weniger als im Vormonat und 1.187 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent. 

In den vergangenen vier Wochen konnten 3.116 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 235 mehr als im Juni und 579 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 2.785 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 44 mehr als im Vormonat und 87 mehr als im Vorjahr. „Im Juli kommt es üblicherweise zu einem Anstieg bei den Jugendlichen unter 25 Jahren. So auch in diesem Jahr, denn es waren 152 junge Menschen mehr arbeitslos gemeldet, was einem Anstieg von 11 Prozent entspricht. Dies waren überwiegend junge Menschen, deren Ausbildung endete und die nun eine neue Anstellung suchen. Ihre Chancen, schnell wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sind sehr gut, denn gut ausgebildete Fachkräfte werden in allen Bereichen stark nachgefragt. Arbeitgeber suchen nach wie vor wieder verstärkt nach Personal, was an den erneut gestiegenen Stellenmeldungen deutlich wird“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. 

Arbeitsstellen und Entwicklung Ausbildungsmarkt 

954 Jobmöglichkeiten wurden im Juli gemeldet, 197 mehr als im Juni und 202 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst aktuell 3.653 Stellen, 271 mehr als im Vormonat und 1.117 mehr als vor einem Jahr. „Dieser umfangreiche Stellenbestand bietet Menschen in der Region gute Möglichkeiten, beruflich neu durchzustarten oder wieder in die Berufswelt einzusteigen. Gut sieht es auch für Jugendliche aus, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, denn Arbeitgeber bieten noch viele Ausbildungsplätze an“, berichtet Wehbring. Junge Menschen, die kurz vor dem Start des Ausbildungsjahres noch auf der Suche nach einem Lehrbetrieb sind, sollten daher keine Panik schieben, sondern sich bei einem Gespräch bei der Berufsberatung über ihre Möglichkeiten informieren, um so noch auf der Zielgeraden ihren Ausbildungsplatz klarzumachen. Aktuell sind von den 2.603 gemeldeten Ausbildungsplätzen noch 1.045 unbesetzt. Diesen stehen 2.411 Jugendliche gegenüber, die sich im laufenden Berichtsjahr bei der Berufsberatung gemeldet haben. Von diesen sind noch 990 auf der Suche nach einer Lehrstelle. Um einen Termin bei der Berufsberatung zu vereinbaren, einfach eine Mail an Ludwigshafen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de schicken oder die kostenlose Servicenummer 0800 4 5555 00 anrufen. 

Stadt Ludwigshafen 

In der Stadt Ludwigshafen waren im Juli mit 9.039 Personen 188 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 675 weniger als vor einem Jahr. 1.667 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 117 mehr als im Juni und 234 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.479 Personen arbeitslos gemeldet, 23 weniger als im Vormonat, jedoch 115 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent. 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal 

„Nachdem sich bereits in den Vormonaten Mai und Juni eine Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt gezeigt hat, hat sich dieser positive Trend auch im Juli weiter fortgesetzt“, berichtet Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal. Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal saisonüblich zurückgegangen. Mit 2.489 Personen waren 75 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 236 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank somit um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. 

Während der Zugang an Personen, die sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos gemeldet haben, im Vergleich zum Vormonat fast identisch ausgefallen ist – 452 Zugänge bedeuteten lediglich einen mehr als im Juni –, nahmen die Abgänge weiter an Fahrt auf. So konnten 525 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 67 mehr als im Vormonat. „Aktuell deuten viele Anzeichen auf eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes hin. Insbesondere von der gestiegenen Arbeitskraftnachfrage im gastronomischen Bereich erhoffen wir uns für unsere Kundinnen und Kunden positive Effekte, sofern die Inzidenzwerte weiterhin niedrig bleiben. Als Risiken bleiben jedoch unter anderem die gestiegene Jugendarbeitslosigkeit und ein hohes Anforderungsniveau bei vielen der zu besetzenden Arbeitsstellen“, erklärt Lenke. 

Die Nachfrage nach Personal ist auch im Juli weiter angestiegen. Dem ArbeitgeberService der Arbeitsagentur wurden 135 neue Stellen gemeldet, 26 mehr als im Vormonat. Der Stellenbestand umfasst aktuell 514 Jobmöglichkeiten, 33 mehr als im Juni. Von diesen sind 388 in der Stadt Frankenthal angesiedelt. „Nach 17 Monaten in der Pandemie hellt sich auch bei vielen Unternehmen die Stimmung wieder etwas auf. Anders als in den Vormonaten melden nun fast alle Branchen im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder einen deutlich erhöhten Personalbedarf, darunter auch die Gastronomie, der Einzelhandel und die Veranstaltungsbranche. Die coronabedingten Beschränkungen fallen mehr und mehr weg und die Auftragsbücher füllen sich langsam wieder. Der Einzelhandel und die Gastronomie können ihren Service wieder nahezu vollumfänglich anbieten. Doch gerade hier fehlt nun an vielen Stellen das Personal. Nicht wenige ehemals in der Gastronomie oder Veranstaltungsbranche Beschäftigte haben sich in den langen Monaten der Pandemie beruflich umorientiert. Jetzt fehlen sie. Auch die Kurzarbeit nimmt bei den meisten Unternehmen deutlich ab. Ich hoffe, diese sich ausbreitende Zuversicht am Arbeitsstellenmarkt trägt uns auch gut durch die anstehenden Sommermonate“, sagt Lenke. 

Die Erfahrungen, auch die der vergangenen Monate unter den erschwerten Bedingungen, haben gezeigt, dass im Hinblick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt die Weiterbildungsbereitschaft und lebenslanges Lernen wichtiger denn je sind. Arbeitgeber heben sich von anderen ab, wenn sie in eine nachhaltige Unternehmenskultur investieren. Dazu zählen auch die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb. Mit Blick auf die Herausforderungen der Fachkräftegewinnung, der Digitalisierung und des Strukturwandels investieren bereits jetzt viele Unternehmen in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten und damit auch in die Mitarbeiterbindung. „Die Agentur für Arbeit bietet dafür mit dem Qualifizierungschancengesetz umfassende Fördermöglichkeiten. Wir fördern über alle Branchen hinweg Anpassungs- und Umschulungsqualifizierungen und hoffen, dass in Zukunft noch mehr Betriebe und Beschäftigte diese Möglichkeit nutzen. Unternehmen, die ihre Beschäftigten qualifizieren möchten, können sich direkt bei uns melden. Angebote gibt es für Einzelpersonen, aber auch Gruppen aus einem Betrieb. Der Arbeitgeber-Service steht den Firmen gerne informierend und unterstützend zur Seite“, rät Lenke, sich unverbindlich in einem Beratungsgespräch zu informieren. Termine können über die kostenlose Hotline 0800 4 5555 20 vereinbart werden. 

Geschäftsstellenbezirk Speyer 

Weniger Arbeitslose im Juli im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Mit 2.987 Personen waren 71 weniger arbeitslos gemeldet als im Juni und 388 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte und liegt nun bei 5,1 Prozent. 536 Personen haben sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos gemeldet, 35 mehr als im Vormonat und 3 weniger als im Vorjahr. Im selben Zeitraum konnten 613 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 82 mehr als im Juni und 171 mehr als vor einem Jahr. 

„Im Juli haben sich viele Jugendliche nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitslos gemeldet. In unserem Speyerer Bezirk kam es im Bereich der arbeitslos gemeldeten Unter-25-Jährigen zu einem Anstieg von 14 Prozent. In den meisten Fällen finden diese junge Menschen allerdings schnell wieder einen Arbeitsplatz, da in vielen Berufen, besonders im Handwerk, Fachkräfte gesucht werden“, berichtet Gerhard Werling, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer. Der Bedarf an Personal wird auch an den gestiegenen Stellenmeldungen deutlich. So wurden dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur 308 Stellen gemeldet, 115 mehr als im Vormonat. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 895 Jobmöglichkeiten, 55 mehr als im Juni und 228 mehr als im Vorjahr. 

Quelle: Agentur für Arbeit Ludwigshafen

„Arbeitgeber suchen nach wie vor wieder verstärkt nach Personal, was an den erneut gestiegenen Stellenmeldungen deutlich wird“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. 
Bildquelle: Sandrina Lederer, Pressesprecherin Agentur für Arbeit Ludwigshafen / BIG
„Arbeitgeber suchen nach wie vor wieder verstärkt nach Personal, was an den erneut gestiegenen Stellenmeldungen deutlich wird“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Bildquelle: Sandrina Lederer, Pressesprecherin Agentur für Arbeit Ludwigshafen / BIG

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