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30 Jahre Arbeitskreis Gewalt an Frauen und Kindern - Aktionen im Jubiläumsjahr

Mit fünf Organisationen fing Mitte Januar 1991 alles an: Da trafen sich im Mainzer Polizeipräsidium das städtische Frauenbüro, der Frauennotruf Mainz, das MädchenHaus Mainz mit Vertreterinnen des zuständigen Kriminalkommissariats und des Sonderdezernats der Staatsanwaltschaft Mainz zur Gründung des Arbeitskreises Gewalt an Frauen in Mainz, kurz AK Gewalt. Die Gründungsfrauen betraten damit nicht nur für Mainz Neuland, denn vor 30 Jahren war die Zusammenarbeit von autonomen Frauenprojekten mit Vertreterinnen von Behörden alles andere als selbstverständlich.

Heute, 30 Jahre später, besteht der Arbeitskreis aus über 30 Beratungsstellen und Institutionen, aus hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen, aus Frauen und Männern, deren gemeinsames Ziel es ist, das Ausmaß von Gewalt an Frauen und Kindern sichtbar zu machen und gemeinsam Strategien zur Bekämpfung zu entwickeln.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat der Arbeitskreis beispielsweise zur Enttabuisierung sexualisierter Gewalt beigetragen, sich in die Debatten um die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe, die Änderungen des Sexualstrafrechts oder auch den sexuellen Missbrauch von Mädchen in der Familie eingemischt. Er hat auch ganz konkrete Beiträge dazu geleistet, von Gewalt betroffene Frauen und Kinder in Mainz besser und gezielter zu unterstützen.

Auch für Oberbürgermeister Michael Ebling ist Gewalt an Frauen und Kindern nach wie vor ein drängendes Problem. Dass es in Mainz ein tragfähiges Hilfesystem für Betroffene gibt, ist aus seiner Sicht auch dem Arbeitskreis Gewalt zu verdanken.

„Mein besonderer Dank geht an die vielen einzelnen Personen, die Frauen und die Männer, die im Lauf der Jahre dem AK angehörten und denen, die ihm derzeit angehören und engagiert, beharrlich und vertrauensvoll gemeinsam gegen Gewalt an Frauen arbeiten. Sie wurden und werden auch weiterhin gebraucht“.

Das Jubiläum biete aber keinen Anlass, sich auf Lorbeeren auszuruhen. Gerade mit Blick auf das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt, die Istanbul-Konvention, komme es darauf an die Gleichstellung von Frauen, die Gewaltprävention und den Gewaltschutz enger zu verknüpfen und alle drei Bereiche finanziell und personell zu stärken, so der OB.

Weiter den Boden gegen Gewalt an Frauen und Kindern bereiten

Da an eine klassische „Geburtstagsfeier“ pandemiebedingt nicht zu denken ist, haben sich die im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Fachstellen und Einrichtungen eine Alternative einfallen lassen. Die Schirmherrschaft dazu hat Oberbürgermeister Michael Ebling übernommen. An verschiedenen Stellen in der Innenstadt und vor den Beratungsstellen selbst werden die Bodenaufkleber mit Zitaten gegen Gewalt an Frauen platziert. Zum Start der Aktion am 3. Mai 2021 auf dem Geschwister-Heinefetter-Platz lässt sich es der OB als Schirmherr nicht nehmen, sein Zitat gegen Gewalt selbst anzubringen. „Mainz macht sich stark gegen Gewalt gegen Frauen“ lautet seine Botschaft, die er auch als Auftrag an Politik und Verwaltung versteht.

Freistempler und Plakat

Begleitet wird die Bodenkleberaktion von dem Einsatz eines extra zum Jubiläum des AK hergestellten Freistemplers, der ab dem 3. Mai für 14 Tage auf allen städtischen Postsendungen aufgebracht wird.

Ergänzt wird die Öffentlichkeitsarbeit durch ein Plakat mit allen Zitaten der Bodenkleber. Sie werden künftig in den Beratungsstellen und Einrichtungen der Mitgliedsorganisationen hängen.

Fotowettbewerb des Frauenbüros

Zum 1. Juni 2021 startet dann ein Fotowettbewerb des Frauenbüros. Unter dem Titel "Ihr Bild gegen Gewalt an Frauen. Ein Fotowettbewerb für Frauen" sind Amateurfotografinnen und professionelle Fotografinnen aufgerufen, ihr starkes Bild, auf dem Frauen einmal nicht Opfer sind, einzusenden. Gesucht werden Bilder, die Hoffnung machen. Bilder, die zeigen, dass es Wege aus der Gewalt gibt, dass Frauen nicht machtlos sind. Die Prämierung findet zum 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, statt.

Aktuell im AK Gewalt an Frauen und Kindern vertreten sind:

Amt für Jugend und Familie, Allgemeiner Sozialdienst; Amt für Jugend und Familie, Fachstelle Frühe Hilfen; Beratungszentrum der Polizei; Caritas Betreuung Geflüchtete Ingelheim; Contra Häusliche Gewalt/TAE; Das MädchenHaus Mainz gGmbH; Evangelische Psychologische Beratungsstelle; Frauenklinik der Universitätsmedizin Mainz; Frauenbüro Landeshauptstadt Mainz; Frauenhaus Mainz; Frauennotruf Mainz; Gerichtshilfe bei der Staatsanwaltschaft, Gleichstellungsbeauftragte für nicht wissenschaftlich Beschäftigte der Universitätsmedizin Mainz; Internationaler Bund/ IB; Interventionsstelle Mainz; Juvente Flüchtlingsbetreuung; Kinderschutzbund; Kinderschutz-Zentrum; KOBRA, ZSL; Kriminalpolizei, K 2; Polizeiinspektionen, Koordinatorinnen für GesB; Polizeiliche Opferberatung, pro familia Zentrum Mainz; Psychosoziales Zentrum Flucht und Trauma der Caritas; Rechtsanwältinnen; SOLWODI; Stelle für Gesundheitsförderung, Sozialdezernat der Landeshauptstadt Mainz; WEISSER Ring

Quelle: Landeshauptstadt Mainz

(v.l.n.r) Michael Ebling, Eva Weikart, Martina Trojanowski © Landeshauptstadt Mainz
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