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10,5 Millionen Menschen von 60 bis unter 70 Jahren mit erhöhter Impfpriorität

WIESBADEN – Die Ende 2020 gestartete Impfkampagne nimmt weiter an Fahrt auf. Während bereits mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland eine erste Impfdosis gegen Covid-19 erhalten hat, wurde nun damit begonnen, die Menschen zur Impfung zuzulassen, die zur Gruppe 3 mit erhöhter Priorisierung gehören. Damit sind unter anderem Menschen im Alter von 60 bis unter 70 Jahren impfberechtigt. Bundesweit waren Ende 2019 rund 10,5 Millionen Menschen in diesem Alter, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Das waren 12,6 % der Bevölkerung. Der Anspruch auf eine Schutzimpfung leitet sich jedoch nicht nur aus Alters-, sondern auch aus Berufs- oder Gesundheitsgründen ab.

Am höchsten war der Anteil dieser Altersgruppe mit 16,1 % in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt (jeweils 15,6 %). Am niedrigsten war er in den Stadtstaaten Hamburg (9,7 %) und Berlin (10,5 %). 

Millionen Beschäftigte in der Kritischen Infrastruktur

Aufgrund ihrer Bedeutung für den Erhalt der Kritischen Infrastruktur sollen auch die Beschäftigten einzelner Branchen bei der Impfung gegen Covid-19 bevorzugt werden. Zur Gruppe 3 mit erhöhter Priorität gehören beispielsweise Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel: Im Jahr 2018 waren das mehr als 1,3 Millionen Menschen. Auch all jene, die in Apotheken arbeiten, sind nun impfberechtigt (2018: 248 000), ebenso wie die Beschäftigten, die Dienstleistungen im Bereich Telekommunikation anbieten (105 000). In der Pharmaindustrie, die ebenfalls zur Kritischen Infrastruktur zählt, waren 140 000 Menschen beschäftigt.  

Beschäftigte aus dem Bereich Verkehr und Transport können sich nun ebenfalls zur Impfung anmelden – allein im Bereich Post-, Express- und Kurierdienste waren das 2018 insgesamt 583 000 Menschen. Noch größer ist die Zahl derer, die mit der Beförderung von Gütern auf Straßen und Schienen sowie der Güterbeförderung durch Fernleitungen beschäftigt sind: Sie lag zuletzt bei nahezu einer Million (999 000). 

59,4 Millionen Menschen jünger als 60 Jahre

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums könnte die Impfpriorisierung bereits im Juni 2021 aufgehoben werden. Dann könnten sich auch diejenigen impfen lassen, die nicht zu den Risikogruppen zählen. 59,4 Millionen Menschen in Deutschland waren zuletzt jünger als 60 Jahre und der Impfverordnung zufolge nicht für eine altersbedingt bevorzugte Schutzimpfung vorgesehen.

Dass Kinder bei den Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus bislang nicht berücksichtigt wurden, könnte sich zudem bald ändern, wenn das von der Firma BioNtech/Pfizer entwickelte Vakzin für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen wird. Die bisher verwendeten Impfstoffe waren ausschließlich für Menschen über 16 Jahre zugelassen. Ende 2019 befanden sich knapp 3,0 Millionen Menschen in der Altersgruppe 12 bis unter 16.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bildquelle: Pexels
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