Wirtschaft

Unternehmen geben Industriestandort Note „befriedigend“

Schulnote 3,3: So bewerten die Industrieunternehmen in Rheinland-Pfalz ihren Wirtschaftsstandort.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor, an der sich mehr als 200 rheinland-pfälzische Industriebetriebe beteiligt haben. „Dass die Industriebetriebe ihren Standort nur als noch ‚befriedigend‘ wahrnehmen, zeigt, welcher Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen besteht“, kommentiert Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, die Umfrageergebnisse. „Die derzeit stabile konjunkturelle Lage sollte nicht dazu verleiten, standortpolitische Herausforderungen aufzuschieben. Ganz im Gegenteil: Jetzt ist die Zeit, um die Weichen für ein Wirtschaftsklima zu stellen, in dem Unternehmen auch künftig marktgerecht agieren und sicher investieren können.“

42 Prozent der Industriebetriebe in Rheinland-Pfalz bemängeln konkrete Hemmnisse, die die eigenen Investitionsvorhaben beeinträchtigen. Auf die Frage, welche Standortfaktoren verbessert werden müssten, um mehr Investitionen im Inland zu tätigen, wird an erster Stelle die Höhe der Steuern und Abgaben genannt. Auf Platz zwei folgen die Energiekosten – trotz aktuell niedriger Weltmarktpreise bei Öl und Gas. „Es liegt nahe, hier die Stromkosten als maßgeblichen Belastungsfaktor zu identifizieren, ächzen doch insbesondere die mittelständischen Industriebetriebe unter der EEG-Umlage“, erklärt Ralf Lawaczeck, industriepolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Als weitere Investitionshemmnisse nennen die Betriebe eine mangelnde Flexibilität des Arbeits- und Tarifrechts, das teils praxisferne Steuerrecht sowie die lange Dauer und Komplexität von Planungs- und Genehmigungsverfahren.

„Die Landespolitik ist gefragt, Investitionshemmnisse zu beseitigen und kontinuierlich an der Verbesserung der Standortbedingungen für die Industrie zu arbeiten“, so Rössel. „Wir Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz stehen der Politik gerne als Ansprechpartner zur Seite, damit wir gemeinsam an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Industriebetriebe arbeiten können. Herausforderungen, die sich nicht auf Landesebene lösen lassen, müssen auf Bundes- oder EU-Ebene angegangen werden.“

 

 

 

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