Wirtschaft

Arbeitsmarktbericht

Arbeitsmarkt startet mit positiven Signalen in das neue Jahr / Fachkräftesicherung bleibt Schwerpunktaufgabe.

Saisonbedingt wird der Jahresanfang regelmäßig von einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen begleitet. Verantwortlich hierfür sind Entlassungen in den wetterabhängigen Branchen sowie das Auslaufen von befristeten Verträgen zum Jahresende. So kam es auch in diesem Januar in Rheinhessen zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Allerdings fiel der Anstieg so gering aus wie zuletzt vor 10 Jahren, und sowohl die Unterbeschäftigung als auch die Arbeitslosigkeit lagen weiterhin deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

„Damit hat sich der positive Trend  aus dem letzten Quartal des Vorjahres auch zum Jahresanfang fortgesetzt“, erklärt die Mainzer Agenturchefin Heike Strack. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Situation in allen Personengruppen deutlich verbessert. Auch Ausländer und Langzeitarbeitslose hätten von der positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres profitieren können. „Dies und ein Blick auf den Stellenbestand, der mit fast 6.000 Stellen einen neuen Höchststand erreicht hat, sagt uns, dass in vielen Branchen dringend Arbeitskräfte gebraucht werden“, so Strack weiter.  Die Sicherung des Fachkräftebedarfs bleibe deshalb 2018 eines der wichtigsten Ziele der Arbeitsagentur. Hierfür müsse man gemeinsam mit den Netzwerkpartnern an mehreren Stellschrauben drehen. So wolle man weiterhin alles daran setzen, dass jeder Jugendliche und junge Erwachsene die Chance erhält, sich eine solide Ausgangsposition für den Zugang zum Arbeitsmarkt und sein künftiges Berufsleben zu schaffen.

Die Arbeitsagentur strebt deshalb 2018 eine noch engere Zusammenarbeit mit den Schulen an. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Qualifizierung insbesondere von Langzeitarbeitslosen, gering Qualifizierten und Flüchtlingen. Strack: Viele Flüchtlinge haben inzwischen ein Sprachniveau erreicht, mit dem es jetzt an die konkrete berufliche Qualifizierung gehen kann.“ Darüber hinaus wird die Arbeitsagentur in 2018 ihr Online-Angebot weiter ausbauen und damit den unkomplizierten und serviceorientierten Zugang zu ihren Angeboten und Dienstleistungen weiter verbessern.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick
Im Januar waren in Rheinhessen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 24.224 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 864 mehr als im Dezember 2017, aber 928 oder 3,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. 16.652 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 1.103 mehr als im Vormonat, aber 1.886 oder 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 4,6 auf 4,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent gelegen. Die seit Monaten hohe Nachfrage nach Arbeitskräften ließ im Januar etwas nach. Insgesamt wurden 1.253 offene Stellen gemeldet. Der Stellenbestand belief sich im Januar auf 5.772 Stellen, rund 500 oder 9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Von den 16.652 Arbeitslosen im Januar wurden 6.783 von der Arbeitsagentur und 10.169 von den Jobcentern betreut. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar entfiel hauptsächlich auf die von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitslosen. Der Anteil von Menschen im Kontext von Fluchtmigration an allen Personen die von der Arbeitsagentur und den Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Mainz betreut werden, betrug im Januar 14,4 Prozent.

Auf den regionalen Arbeitsmärkten im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur kam es im Januar ebenfalls zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquoten änderten sich wie folgt. Stadt Mainz von 5,6 auf 5,8 Prozent, Stadt Worms von 6,5 auf 7,2 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 3,7 auf 4,1 Prozent und Landkreis Mainz-Bingen von 3,3 auf 3,6 Prozent.


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