Wirtschaft Arbeit

Arbeitsmarktbericht

Arbeitsmarktentwicklung bleibt auch im November positiv: Noch keine Anzeichen für eine einsetzende Winterarbeitslosigkeit

Auch gegen Ende des Jahres hat die diesjährige kräftige Herbstbelebung nichts von ihrer Schubkraft verloren und sorgt am rheinhessischen Arbeitsmarkt für ein erneutes Rekordtief. Sowohl die Zahl der Unterbeschäftigten als auch die Zahl der Arbeitslosen sank deutlich stärker als in diesem Monat üblich. Die Arbeitslosigkeit erreichte damit den niedrigsten Stand in einem November seit 1993 und lag um über 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Zahl derer, die durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, lag mit rund 7 Prozent ebenfalls deutlich höher als noch vor einem Jahr.

„Der Arbeitsmarkt in unserer Region befindet sich weiterhin in blendender Verfassung, und es gibt derzeit keinerlei Anzeichen für eine einsetzende Winterarbeitslosigkeit“, so Marion Hesse, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mainz. Zwar seien die Stellenmeldungen im November etwas zurückgegangen, doch sei die Einstellungsbereitschaft insbesondere der mittelständischen Betriebe nach wie vor hoch und das Entlassungsrisiko niedrig. Weiterhin waren es vor allem junge Arbeitskräfte unter 25 Jahren, die eine neue Beschäftigung fanden. Hier wurden über 22 Prozent weniger Arbeitslose gezählt als im Vorjahr. Etwas schlechter sieht es nach Angabe der Arbeitsagentur bei den älteren Bewerbern über 50 Jahre aus. Hier kam es im Vergleich zum Vormonat zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der Vorjahresvergleich falle aber auch hier positiv aus.

Erfreulich nannte Hesse auch die Entwicklung bei den Personengruppen, die es in der Regel schwerer hätten am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Ausländische Arbeitskräfte, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen werden zunehmend von der positiven Entwicklung mitgenommen“, so Hesse. Trotzdem müsse und werde man sich für diese Personenkreise weiterhin besonders einsetzen. So nutzt die Mainzer Arbeitsagentur auch in diesem Jahr wieder den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, um auf deren Situation aufmerksam zu machen und Vorurteile bei Arbeitgebern abzubauen.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick
Im November waren in Rheinhessen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 23.413 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 601 weniger als im Oktober und 189 oder 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

15.861 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 231 weniger als im Oktober und 1.878 oder 10,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 4,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 5,2 Prozent gelegen. Die seit Monaten hohe Nachfrage nach Arbeitskräften ließ im November etwas nach. Insgesamt wurden 1.467 offene Stellen gemeldet. Der Stellenbestand belief sich im November auf 6.249 Stellen, rund 700 mehr als vor einem Jahr.
Von den 15.861 Arbeitslosen im November wurden 5.898 von der Arbeitsagentur und 9.963 von den Jobcentern betreut. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im November entfiel hauptsächlich auf die von den Jobcentern betreuten Arbeitslosen. Der Anteil von Menschen im Kontext von Fluchtmigration an allen Personen die von der Arbeitsagentur und den Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Mainz betreut werden, betrug im November rund 14,5 Prozent.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im November betraf ausschließlich die städtischen Bezirke Mainz und Worms. Hier fielen die Arbeitslosenquoten von 5,6 auf 5,5 Prozent bzw. von 7,0 auf 6,7 Prozent. In den Landkreisen Mainz Bingen und Alzey-Worms blieben die Zahlen auf niedrigem Niveau nahezu unverändert. Im Landkreis Alzey-Worms erhöhte sich die Quote leicht von 3,7 auf 3,8 Prozent; im Landkreis Mainz-bingen blieb sie unverändert bei 3,3 Prozent.

Preis für die Beschäftigung Schwerbehinderter erhalten

 

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In Sachen Breitbandversorgung steht der Landkreis Mainz-Bingen gut da.

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