Wirtschaft

Arbeitsmarkt

Neue Bestmarke: Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz erstmals unter 100.000

Die Arbeitslosigkeit hat in Rheinland-Pfalz im Oktober einen historischen Tiefstand erreicht. Erstmals seit mehr als 25 Jahren waren in Rheinland-Pfalz weniger als 100.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktzahlen mit. Danach waren im Oktober in Rheinland-Pfalz 98.325 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 2.495 weniger als im September und 7.197 weniger als noch im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Im Oktober des Vorjahres lag sie bei 4,8 Prozent.

„Viele Faktoren haben dazu beigetragen, die Marke von 100.000 zu durchbrechen. Dazu gehören neben der demografischen Entwicklung und der guten konjunkturellen Lage auch eine zielgerichtete und bedarfsorientierte, flankierende Arbeitsmarktpolitik der Bundesagentur für Arbeit und der Landesregierung mit dem Europäischen Sozialfonds“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Es ist daher von entscheidender Bedeutung, Trends in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu handeln“, ergänzte Bätzing-Lichtenthäler.

„Eine solche Entwicklung, die uns alle umtreibt, ist zweifelsohne die Digitalisierung. Hier erwarten die Menschen zu Recht von der Politik, die Veränderungen nicht einfach nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern sie im Interesse aller zu gestalten“, so die Arbeitsministerin weiter. Vor diesem Hintergrund bringe die Landesregierung einen Masterplan „Zukunft der Arbeit“ auf den Weg. Seit dem vergangenen Frühjahr habe unter Federführung des Arbeitsministeriums ein wissenschaftlich begleiteter, landesweiter Diskurs stattgefunden, an dem neben den Partnerinnen und Partnern des Ovalen Tisches (OT) der Ministerpräsidentin sowie Expertinnen und Experten insbesondere auch interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligt waren.

„Wir haben in den vergangenen Monaten beispielsweise über die mögliche Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort gesprochen, über die Auswirkungen auf Mitbestimmung und Arbeitsschutz und über das Thema, welche Anforderungen die Digitalisierung an unsere Qualifikationen und damit auch unser Bildungssystem stellt. Bei allen Themenkonferenzen stand dabei die Frage im Mittelpunkt, was wir heute tun müssen, damit wir morgen gute und sichere Arbeitsbedingungen haben, ohne dabei den technologischen Fortschritt auszubremsen“, erklärte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse zu den verschiedenen Aspekten fließen in den Masterplan ein, den die Landesregierung nun basierend auf dem bisherigen Dialog und ebenfalls in Zusammenarbeit mit den OT-Partnern erarbeitet.

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