Natur-Agrar-Umwelt

„Wenn es die Gemeinsame Agrarpolitik der EU noch nicht gäbe, müssten wir sie jetzt erfinden.“

Am heutigen Mittwoch empfing Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihren irischen Amtskollegen Michael Creed in Berlin.

Dazu erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner:

„Deutschland und Irland sind sich einig: Auch in Zukunft brauchen wir eine starke Gemeinsame Agrarpolitik, die weniger bürokratisch und effizienter sein muss. Wir bewegen uns hier in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite wird der EU-Haushalt durch den Brexit belastet. Auf der anderen Seite haben sich die EU-Staaten geeinigt, schwerpunktmäßig Geld für den Schutz der Außengrenzen, für Verteidigung und gegen Terrorismus auszugeben. Das ist richtig und wichtig. Mein Ziel bleibt aber eine stabile Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik - für unsere Landwirte in Deutschland und in ganz Europa. Dazu habe ich auch schon mit EU-Haushaltskommissar Oettinger gesprochen. Die Gemeinsame Agrarpolitik ist eine wichtige Säule für die europäische Integrationspolitik. Wenn es die GAP noch nicht gäbe, müssten wir sie jetzt erfinden. Zudem kann gerade die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Fluchtursachenbekämpfung beitragen. Know-how, theoretisch wie praktisch, ist bei den Mitgliedsländern vorhanden. Hier könnte ein gemeinsames unterstützendes Vorgehen zur Fluchtursachenbekämpfung ein Gewinn für alle sein.“

Der irische Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Marine, Michael Creed erklärt dazu: „Die GAP ist eine sehr zukunftsorientierte Politik und keine Politik, die der Vergangenheit angehört. Die Ziele der GAP, die 1962 im Vertrag festgelegt wurden, sind heute genauso relevant wie damals.“

Beide Minister vereinbarten, dass sie bei den Brexit-Verhandlung mit einer Stimme der verbleibenden 27 sprechen und sich nicht auseinander dividieren werden. Gerade mit Blick auf den Fischereisektor ist das ein wichtiger Punkt.

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