Natur-Agrar-Umwelt

Nicht alle Wanderwege sind in gutem Zustand

Fachleute müssen Routen regelmäßig begutachten

Echte Wanderfreunde machen sich nicht nur von Frühjahr bis Herbst auf den Weg, sondern auch in der kalten Jahreszeit. Doch im Winter müssen sie sich auf Einschränkungen einstellen. Bei der Stadtverwaltung Neuwied, den Servicebetrieben, der Tourist-Info und dem Forstamt gehen in jüngster Zeit vermehrt Beschwerden von Wanderern ein, die sich über den schlechten Zustand von Wanderwegen beklagen. Zu Recht? Armin Bärz von der städtischen Straßen- und Tiefbauabteilung ist selbst begeisterter Wanderer und hat nun den Zustand dreier  Wege begutachtet - trotz meist miserablen Wetters.

Bärz wirbt in seinem Tourfazit für Verständnis: „Die Wanderer haben im Prinzip recht, doch sie lassen außer Acht, dass es seit vielen Wochen permanent teils heftige Niederschläge gibt; hinzu kamen starke Stürme. Ohne Sonne und entsprechende Wärme können die Wege nicht abtrocknen.“ Dass das regenreiche Wetter vor allem den beliebten naturnahen Strecken, die ja für eine Zertifizierung ausschlaggebend sind, nicht sonderlich gut bekommt, dürfte klar sein. Aber auch auf befestigten Wald- und Wirtschaftswegen bestehen momentan gewisse Einschränkungen – wenn auch deutlich geringerer Art. Die rühren von forstwirtschaftlichen Maßnahmen her, die den Einsatz von schwerem Gerät erfordern. Entsprechend „umgepflügt“ präsentieren sich dann einige Routen. Die werden laut Bärz jedoch in der Regel von den Revierförstern im Frühjahr bei trockener Witterung wieder instandgesetzt.

Auch Stürme verursachen Behinderungen. Zum einen können umgestürzte Bäume Wege versperren, zum anderen besteht auch einige Zeit nach Abflauen der starken Brisen noch die Gefahr des Astbruchs. „Die ist nicht zu unterschätzen“, warnt der Wanderexperte. „Spaziergänger und Wanderer sollte man deshalb darauf hinweisen, dass sie den Wald bei Sturm und auch einige Zeit danach meiden sollten.“   Das Instandhalten und -setzen der Wanderrouten  - und aller Forst- und Wirtschaftswege ist eine Daueraufgabe. Bärz erläutert: „Experten und Mitarbeiter der Servicebetriebe, der Stadtverwaltung und des Forstamts sowie Ehrenamtliche begehen die ausgeschilderten Wanderwege zweimal pro Jahr. Dabei fallen unterschiedliche Aufgaben an. Sie reichen von der Baumkontrolle und der Erneuerung von Markierungen über das Freischneiden der Ränder und der Pflege der Einrichtungen bis zu allgemeinen Wegebaumaßnahmen.“ Diese regelmäßigen Kontrollen werden zudem ausführlich dokumentiert. „Darüber hinaus führen wir  nach Stürmen oder anderen besonderen Wetterereignissen zusätzliche Sonderkontrollen durch“, weiß Bärz.  

Allgemeine Sicherheitsinformationen für Wanderer gibt es unter anderem auf der Homepage des Rheinsteiges unter www.rheinsteig.de/der-rheinsteig/ wegemanagement/sicherheitshinweise/


Zum Foto: Im Winter können Wanderwege nicht immer in bestem Zustand sein. Momentan müssen sich Wanderer auf Einschränkungen einstellen.

Große Freude beim NABU Bingen und Umgebung herrschte über eine erneute Spende von Jakob Rothschenk aus Bingen-Kempten.

 

 

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