Kult(B)IG Schule

Menschen mit Behinderungen: Keine Pause für inklusive Bildung

„Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht. Deshalb muss der Ausbau eines inklusiven Schulsystems engagiert fortgesetzt werden“, erklärte der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch.

Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen aus Bund und Ländern haben in der Hannöverschen Erklärung nachdrücklich gefordert, inklusive Bildung konsequent umzusetzen.

Zwar steige der Inklusionsanteil an den allgemeinen Schulen, dennoch gehe der Anteil von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen nicht zurück, kritisieren die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern. Dies entspreche nicht den abschließenden Empfehlungen des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und deshalb sollen Maßnahmen und Ressourcenkonsequent für inklusive Bildung eingesetzt werden. Die Investitionsoffensive Schule der Bundesregierung ist auf die Erfordernisse und die Umsetzung inklusiver und barrierefreier Bildung auszurichten, so eine der Forderungen aus der Hannöverschen Erklärung.

„Für Rheinland-Pfalz bedeutet das, die Schwerpunktschulen mit dem gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen auszubauen und weitere inklusive Angebote zu schaffen. Die Förder- und Beratungszentren haben die wichtige Aufgabe, alle Schulen für ihren inklusiven Auftrag zu unterstützen. Inklusion ist ein Auftrag für alle Schularten, deshalb müssen auch die Gymnasien Verantwortung übernehmen und die Arbeit der Schwerpunktschulen nicht alleine den Realschulen plus und den Integrierten Gesamtschulen überlassen“, betonte der Landesbeauftragte Matthias Rösch.

Zur Orientierung für gute inklusive Schulen braucht es gute Beispiele. Schulen, an denen Unterricht im gesamten Team von Lehrkräften, mit Bezug zum sozialen Umfeld und mit offenen und individuell angepassten Unterrichtskonzepten gearbeitet wird. „Davon profitieren alle Schülerinnen und Schüler. Deshalb freue ich mich über den aktuellen Inklusiven Schulpreis 2018 Rheinland-Pfalz, damit werden wir wieder viele gute Beispiele präsentieren können“, so Rösch abschließend.

 

 

 

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